Die Belohnungen klingen oft nach Zinsen. Sie sind aber keine Zinsen im Bankensinn, sondern neu geschaffene Coins und Gebühren. Steigt die Menge eines Coins durch Staking-Belohnungen, verliert jede Einheit an Gewicht, solange die Nachfrage nicht mitwächst.
Bevor du einen Anbieter wählst, solltest du wissen, wer deine Coins hält, wie lange sie gesperrt sind und was bei einem Fehler des Validators passiert.
So funktioniert Staking
Bei Ethereum braucht ein eigener Validator 32 ETH und einen ständig laufenden Rechner. Die meisten Anleger delegieren deshalb an einen Anbieter, etwa eine Börse oder einen Staking-Pool. Die Rendite schwankt mit der Netzwerkaktivität und der Zahl der Teilnehmer.
Liquid Staking
Dienste wie Lido geben dir für gestakte ETH einen Ersatz-Token, etwa stETH, den du weiter handeln oder in DeFi einsetzen kannst. Das ist bequem, stapelt aber Risiken: das des Protokolls, das des Ersatz-Tokens und das der Anwendung, in der du ihn nutzt.
Risiken: Slashing und Sperrfristen
Verhält sich ein Validator fehlerhaft, kann das Netzwerk einen Teil seines Einsatzes einziehen. Das nennt sich Slashing. Außerdem dauert das Auszahlen je nach Netzwerk Tage bis Wochen. Bei Börsen kommt das Risiko hinzu, dass die Börse selbst ausfällt.
Mining in Deutschland
Bitcoin-Mining ist ein Industriegeschäft geworden, betrieben mit Spezialgeräten (ASICs) an Standorten mit billigem Strom. Bei deutschen Haushaltsstrompreisen übersteigen die Stromkosten die Erträge in aller Regel. Angebote für Cloud-Mining sind häufig unseriös.
Steuer auf Belohnungen
Staking-Belohnungen gelten in Deutschland beim Zufluss als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG. Sie bleiben steuerfrei, wenn alle Einkünfte dieser Art im Jahr weniger als 256 Euro betragen. Ausführlich unter Steuern.